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Olympia fest im Blick

Winterberg. (ske) Die Diagnose traf sie buchstäblich ins Mark: Bandscheibenvorfall, Arthrose in den Facettengelenken zwischen den Wirbelkörpern. Das war im November 2016. Die wichtige vorolympische Bob-Saison war für Erline Nolte gelaufen, ehe sie begonnen hatte. „Ich war am Boden zerstört“, sagt die 27-jährige Athletin vom BSC Winterberg. „Jetzt fühle ich mich aber wieder super fit, mein großes Ziel ist die Teil-nahme an den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Olympia ist für Sportler das Größte.“

Um sich diesen „Traum“ erfüllen zu können, hat sich Nolte, 2015 bei der Heim-WM in Winterberg mit Pilotin Stefanie Szczurek auf Rang vier, im letzten halben Jahr richtig gequält. „Es war eine ganz schwere und harte Zeit.“ Nach der Spritzentherapie in der Sportklinik Hellersen, der Reha am Tegernsee und dem Übergangstraining ging es ab Ende März „richtig zur Sache. Ich habe härter als je zuvor trainiert, Stimmungsschwankungen eingeschlossen. Es war ein Auf und Ab. Meine Familie und mein Freund haben mich immer unterstützt.“ Bundestrainer René Spies und Landestrainer Christopher Braun hatten die Trainingspläne entworfen und konsequent durchgezogen. „Für Erline war es eine schwere Zeit, es handelte sich um eine schwierige Verletzung. Es läuft inzwischen viel besser als gedacht“, meint Spies. „Wir sind sehr zufrieden.“

Das Training läuft auf Hochtouren, zwei/drei Tage in Dortmund in der Helmut Körnig-Halle, die anderen Tage in Winterberg. Ihre Trainingspartnerin ist Anna Köhler, ebenfalls vom BSC Winterberg und in der letzten Saison Gewinnerin des Gesamt-Europa-cups. Köhler und Nolte sollen in der olympischen Saison im Zweierbob starten. „Es ist cool, dass Erline und ich ein Team bilden, dass es so gut klappt. Wir pushen uns ge-genseitig“, sagt die 23-Jährige. „Gemeinsam bei Olympia zu starten, das ist unser Traum.“ Der Bundestrainer räumt den beiden durchaus Chancen ein, dieses Ziel zu erreichen, zumal Anna Köhler vor allem beim Start „einen Schritt nach vorn“ gemacht hat. „Beim Start muss ich mich aber noch weiter verbessern.“

Ein erster wichtiger Fixpunkt ist Anfang September der erste zentrale Leistungstest in Oberhof. Da geht es vor allem um die Erfüllung der wichtigen Startnormen. „Dann wissen wir, wo wir stehen“, so Nolte. Insgesamt drei deutsche Frauen-Bobs können bei den Spielen in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar 2018 starten.

Gute Chancen dabei zu sein, rechnet sich auch Matthias Sommer aus. Der 25-jährige BSC-Athlet hat sich in diesem Jahr „professioneller aufgestellt“, arbeitet intensiver mit Spies und Braun zusammen und hat körperlich zugelegt. 101 kg bringt er auf die Waage, natürlich alles Muskelmasse. Rechnet man den Helm usw. hinzu, dann sind es 103 kg. „Ein gutes Gewicht für den Viererbob.“ Sommer, 2016 im Vierer von Johannes Lochner (Solitude Stuttgart) Junioren-Weltmeister, war im vergangenen März bereits mit Lochner beim Weltcup in Pyeongchang am Start. Er kennt also die Bahn und freut sich auf ein „olympisches Wiedersehen“.

Doch bevor es nach Südkorea geht, steht die Europacup- und die Weltcup-Saison auf dem Programm. In der VELTINS-EisArena steigt vom 8. bis 10. Dezember der BMW IBSF Weltcup Bob & Skeleton presented by VELTINS. Am 13. und 14. Januar 2018 findet in der VELTINS-EisArena der IBSF Europacup Bob statt.

Bildzeile:
Olympia fest im Visier: (v. l.) Bundestrainer René Spies, Matthias Sommer, Anna Köhler, Erline Nolte und Stützpunkttrainer Christopher Braun.

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