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Kooperation Perfekt – NWBSV und TV Gladbeck schaffen gemeinsame Zukunft

Winterberg. (Bü) Seine Bescheidenheit ehrt ihn. „Schwer zu sagen, vielleicht habe ich den einen oder anderen Impuls gegeben“, antwortet Heiner Preute auf die Frage, ob sich sein seit dem 1. April dieses Jahres ausgeweitetes Training mit den Bob- und Skeletonsportlern des Bundesstützpunktes Winterberg schon beim Zentralen Leistungstest Anfang September in Oberhof positiv ausgewirkt hat. Fakt ist, dass der Leichtathletik-Trainer vom TV Gladbeck im Rahmen einer gemeinsamen Kooperation für regelmäßiges Training mit den Assen des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV) freigestellt wird. Und Fakt ist ebenso, dass die Schützlinge kürzlich beim Einzelanschub auf der vereisten Anlage in Thüringen mit erfüllten Startnormen und sogar persönlichen Bestzeiten glänzten.

Mindestens einmal in der Woche – bei Bedarf auch häufiger – kommt der 50-Jährige nach Dortmund. Die erwähnten Impulse, die er bei der dortigen NWBSV - Trainingsgruppe setzt, kann der Winterberger Stützpunkttrainer Christopher Braun in die tägliche Arbeit einfließen lassen. Ganz konkret schildert Preute in Bezug auf die athletisch enorm verbesserte Pilotin Anna Köhler, die in Oberhof erstmals die Startnorm knackte: „Sie ist ein Kopfmensch und macht sich über alles Gedanken. Da kommt es darauf an, die zusätzlich gewonnenen PS auf die Strecke zu bringen.“ Natürlich biete sich durch die Kooperationsvereinbarung zwischen NWBSV und TV Gladbeck ebenfalls die Möglichkeit, die Lücke, die Rene Spies nach seiner Beförderung zum Chef-Bundestrainer am heimischen Stützpunkt zwangsläufig hinterlassen hat, zu schließen. Deutlich allgemeiner sagt Preute: „Es geht darum, Dinge zusammenzuführen und Symbiose-Effekte herzustellen.“

 

Juwel Annika Drazek

Neuland betritt er dabei nicht. Bereits in den letzten Jahren fuhr der Leichtathletik- Coach etwa alle zwei Wochen nach Dortmund, kannte die Trainingsgruppe um Matthias Sommer, Christopher Weber, Pablo Nolte oder Erline Nolte. Und erst recht kannte er Annika Drazek, Sprinterin seines TV Gladbeck, der er 2014 den Umstieg in den Bob schmackhaft machte. Es folgte eine Blitzkarriere als Anschieberin: 2015 Vizeweltmeisterin, 2016 Weltmeisterin. Von diesem Juwel aus dem Ruhrgebiet zeigte sich Spies schon drei Jahre zuvor am Rande der Westfälischen Jugendmeisterschaften begeistert. Alte Kontakte halfen. Schließlich hatte der Gladbecker Profi die Trainingsplanung für Spies vor dessen Olympia-Teilnahmen 2006 und 2002 entworfen. Vorher war Preute ab 1998 Athletik-Trainer beim NWBSV. Auf Vermittlung von Hans-Jürgen Köhne, in dessen Viererschlitten er zwischen 1988 und 1991 während seiner aktiven Karriere als Bobfahrer gesessen hatte - bei deutschen Junioren- Meisterschaften und sogar einem Europacup-Rennen.

Das ist lange her. Ganz aktuell will Heiner Preute in den nächsten Tagen Drazek und dem Skeleton-Spezialisten Alexander Gassner in Kienbaum den Feinschliff für die nahende Olympiasaison verpassen. Die intensivierte Kooperation zwischen dem NWBSV und dem TV Gladbeck macht`s möglich.

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