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Junioren-Europameisterin Cheyenne Rosenthal rodelt auf einen etwas enttäuschenden WM-Platz elf

 

Altenberg/Winterberg. (Bü) Auf einen etwas enttäuschenden elften Platz rodelte Cheyenne Rosenthal bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Altenberg. Erst vor zwei Wochen hatte sie in der VELTINS-EisArena das Weltcup-Finale gewonnen und sich damit den Gesamt-Weltcup sowie den EM-Titel bei den Juniorinnen gesichert. Aber diesmal wies die 17-jährige vom BSC Winterberg 0,786 Sekunden Rückstand auf Jessica Tiebel auf, die ihren Heimvorteil nutzte und der Rolle als Favoritin gerecht wurde.

Es war der letzte Wettbewerb als Juniorin für die 19 Jahre alte Tiebel, die im Januar schon zweimal im Weltcup der „Großen“ starten durfte und dort bei ihrem Debüt am Königssee gleich Dritte geworden war. Nachdem die Altenbergerin im Hochsauerland überraschend hinter Rosenthal nur auf Rang zwei gelandet war, fuhr sie nun im Osterzgebirge zu einem souveränen Sieg vor Tatiana Tcvetova (Russland) und Jessica Degenhardt (ebenfalls RRC Altenberg). Fünfte wurde Anna Berreiter (RC Berchtesgaden). Cheyenne Rosenthal unterlief gleich am Start des ersten Laufs ein großer Fahrfehler, so dass sie sich zur WM-Halbzeit nur auf Position 16 wiederfand. Doch mit der siebtbesten Zeit des zweiten Durchgangs machte die Schülerin aus Winterberg-Silbach noch fünf Plätze gut. Im Abschlussklassement rangierte sie unmittelbar vor einem großen Namen des Rodelsports: Nina Zöggeler, Tochter des zweimaligen Olympiasiegers Armin Zöggeler aus Italien und in dieser Saison auch bereits im Weltcup eingesetzt, wurde Zwölfte.

„Vielleicht war die Erwartungshaltung ein bisschen hochgeschraubt. Aber im Abschlusstraining war Cheyenne noch Zweite. Nach dem groben Patzer im ersten Lauf befand sie sich im zweiten Durchgang im Pulk des engen Rennens. Da hat man gesehen, was möglich gewesen wäre“, relativierte Junioren-Bundestrainer Steffen Wöller aus Winterberg-Siedlinghausen eine mögliche Enttäuschung.Ebenfalls auf Platz elf fuhren im Doppelsitzer Hendrik Seibert/Calvin Meister (KSV Reichelsheim). Die beiden jungen Hessen, die Schüler des Sportinternats in Winterberg sind und durch den Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverband (NWBSV) betreut werden, wiesen am Ende 1,206 Sekunden Rückstand auf die Sieger Ivan Nagler/Fabian Malleier auf. Die für Pyeongchang qualifizierten Italiener entschieden vor der Reise zu den Olympischen Winterspielen besonders mit ihren Top-Startzeiten die Junioren-WM vor Hannes Orlamünder/Paul Gubitz (RRC Zella-Mehlis) für sich. Siebte wurden Max Ewald/Jakob Jannusch (RT Suhl).

„Hendrik und Calvin hatten im ersten Lauf etwas Pech mit dem Schneefall, der zweite Durchgang war dann ordentlich. Insgesamt war es für die als WM-Neulinge eine gute Leistung, in der Athletik müssen sie noch zulegen“, lobte Bundestrainer Wöller die Leistung des Doppels und wies gleichzeitig auf einen bevorstehenden Arbeitsschwerpunkt hin.
Wenn auch für Cheyenne Rosenthal das Ergebnis bei der Junioren-WM hinter den Erwartungen zurück blieb, so gilt sie zusammen mit Sophie Gerloff als eine der großen Rennrodel-Hoffnungen des Stützpunkts Winterberg für die kommenden Jahre.

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