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Der „Nolte-Bob“ verpasst Sieg nur um drei Hundertstelsekunden

Auch Weber fährt im Lochner-Vierer auf Platz zwei


Königssee/Winterberg.
(Bü) Bob-Pilotin Laura Nolte hat es auch im vierten Rennen ihrer noch jungen Weltcup-Karriere auf das Podest geschafft und dabei den Sieg nur um drei Hundertstelsekunden verpasst. Angeschoben von der mit ihr nicht verwandten Erline Nolte (beide BSC Winterberg) raste die 21-Jährige am Königssee auf Platz zwei hinter Kaillie Humphries. Die Amerikanerin, die mit Sylvia Hoffmann antrat, ist im Gesamtklassement ebenfalls Erste.

Nach dem ersten Lauf führte der Frauen-Zweier aus dem Hochsauerland sogar zeitgleich mit Christine de Bruin/Kristen Bujnowski (Kanada). Überhaupt trennten die ersten sechs Schlitten lediglich 15 Hundertstel. Im zweiten Durchgang lagen die Noltes bis zur letzten Kurve insgesamt immer noch vorne, mussten den Spitzenrang mit der drittbesten Zeit dieses Durchgangs aber schließlich knapp Humphries/Hoffmann überlassen, deren Gesamtzeit 1:41,57 Minuten betrug. Auf Position drei folgten Stephanie Schneider/Ann-Christin Strack (Oberbärenburg/Stuttgart/+ 0,09 Sekunden), Sechste wurden Mariama Jamanka/Kira Lipperheide (BRC Thüringen/Gladbeck/+0,37).

Laura Noltes „Erfolgsgeheimnis“ für einmal Platz eins, zweimal Platz zwei und einmal Platz drei in dieser Saison klang simpel: „Ich denke, das hängt einfach mit der Leichtigkeit zusammen, mit der wir an die Rennen herangehen. Wir machen uns keinen Druck, setzen uns keine Erwartungen.“ Ihre neun Jahre ältere Anschieberin Erline Nolte bestätigte: „Laura geht sehr unbedarft in die Rennen und freut sich einfach darauf. Das macht sie gerade mal aus.“ Die Senkrechtstarterin freut sich, dass es momentan so gut läuft und will nun auch bei der WM in Altenberg (21. und 22. Februar 2020) „konsequent mitfahren“. Zuvor stehen jedoch noch die Weltcup-Stationen in St. Moritz (01. Februar 2020) und Sigulda (14. Februar 2020/zugleich EM) auf dem Programm.

Ebenfalls einen zweiten Rang für den Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverband (NWBSV) fuhr Christopher Weber (Winterberg) im Vierer von Johannes Lochner (Stuttgart) ein. Auf seiner Heimbahn befand sich Lochner, in dessen Schlitten außerdem noch Benedikt Hertel (BRC Thüringen) und Florian Bauer (Ohlstadt) saßen, nach einem blitzsauberen ersten Lauf auf Siegkurs. Doch im zweiten Durchgang verwandelte der ewige Rivale Francesco Friedrich mit Candy Bauer, Martin Grothkopp (alle Oberbärenburg) und Alexander Schüller (Halle) den Rückstand von vier Hundertstelsekunden in einen Vorsprung von zehn Hundertstelsekunden und gewann in der Gesamtzeit von 1:37,03 Minuten. Lochners starke Männer sorgten mit  zweimal 4,82 Sekunden zweimal für die zweitbeste Startzeit, jedoch eben drei bzw. fünf Hundertstel hinter Friedrich. Lochner will es in dem Dauerduell mit dem „zurzeit fast unbesiegbaren“ Gegner weiter versuchen: „Das ist genau das, was unseren Sport ausmacht.“

Dritter wurde der Kanadier Justin Kripps mit seiner Crew Ryan Sommer, Benjamin Coakwell und Cameron Stones (+ 0,26). Auf der enttäuschenden Position acht landeten Nico Walther (Oberbärenburg), Kevin Korona (Mitteldeutscher Sportclub), Malte Schwenzfeier (Wiesbaden) und Eric Franke (Potsdam/+ 0,61).

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